Lesedi la Batho – Licht für die Menschen in Mabopane

Ich möchte heute gerne durch die erwähnten 7 Bereiche der Aktivitäten von Lesedi la Batho in Mabopane führen.

Auf dem Foto links ist die Straßenfront des Gemeindezentrums zu sehen mit dem Autowaschplatz, einer Geschäftsaktivität, die erst am Anfang steht und mit einigen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hat, da die Mädels, die das betreiben, nicht jeden Tag kommen und z. B. auch noch kein Werbeschild angebracht haben. Vielleicht wird daraus einmal der achte Bereich der Aktivitäten, verbunden mit einer Autoreparatur?

Der Eingang zum Gelände ist rechts beim weißen Auto.

Von dort aus ergibt sich der Blick auf den unten abgebildeten Hof mit den beiden langgestreckten Gebäuden, in denen nicht nur LLB untergebracht ist.

Links ist der Informationstisch zu sehen, an dem auch Tageszeitungen ausliegen und wo man Unterstützung bei der Jobsuche und Bewerbung bekommen kann.

1. die Social Enterprises: Bei den grünen Stühlen ist das erste Unternehmen der Social Enterprises untergebracht: 1a die Bäckerei mit dem Café (heute wieder eine herrlich lockere und noch warme Zimtschnecke gegessen!). Gegenüber arbeitet das Team von 1 b der Näherei und des Perlenhandwerks. Dort entstehen jedes Jahr 10.000 Teddybären, auch Schürzen, Perlenstickereien und andere bunte Perlenprodukte (Tiere, …)

Hinter der Bäckerei sind 1c die Kleinkinder in der Baby Day Care und Health Care untergebracht. Das sind vorwiegend Kinder von Teenager-Müttern, die derweil in die Schule oder zur Arbeit gehen können. Das Zentrum bietet aber auch Unterstützung bei der Erziehung und Kleinkindpflege und Ernährung an.

Wiederum hinter dem Baby Day Care-Zentrum liegt 1d das Computer-Trainings-Zentrum, wo Jugendliche und Erwachsene die Benutzung von Computern und gängigen Programmen sowie des Internets erlernen können. Heute gab es dort auch eine Schulung zur Nutzung geeigneter Internetseiten zur Jobsuche.

Im Schulungsraum ist – leider – auch das Möbellager untergebracht, in dem sich gut gemeinte Möbelspenden stapeln, die aber von Anfang an unbrauchbar, weil kaputt sind. Da würde Aufräumen helfen, umso mehr, da gleichzeitig Platznot herrscht. Ein Nebenthema in meinem Masterplan für LLB.

Noch weiter hinten, immer noch auf der rechten Seite, ist der allgemeine Trainingsraum, wo 2. das Gesundheitsprogramm seine Schulungen abhält. Dabei geht es um Aus- und Weiterbildung der Sozialarbeiter und Sport-Coaches, damit sie den Kindern an den 7 High-Schools in Mabopane wie auch ihren Lehrern und Eltern die Vorsorge zur Vermeidung von Krankheiten wie TB und HIV beibringen, ihnen aber im Falle der Erkrankung auch Beratung geben, wo sie sich behandeln lassen können und wie sie sich zu verhalten haben, um zu genesen und andere nicht anzustecken. In diesem Raum wie auch im Hof des Gemeindezentrums gibt es 3. die Schulungen zum Sport-Programm, in dem es fast ausschließlich um das von der deutschen GIZ geförderte Fußballspielen geht. Auf dem Bild unten mit mir im Vordergrund (bitte T-Shirt beachten!) sind gerade die Sport-Coaches beieinander. Weitere Bildungsprogramme sind 4. das Berufsbildungsprogramm, das 12 Wochen dauert und neben theoretischen Schulungen auch praktische Ausbildung in den vier Social Enterprises umfasst und mit einem Zertifikat endet.

Als 5. ist das Teenager-Schwangerschaftsberatungsprogramm zu nennen, in dem Teenager-Müttern geholfen wird, mit der Erkenntnis der Schwangerschaft umzugehen (Kind bekommen, zur Adoption frei geben oder abtreiben?), Kindererziehung zu erlernen (s.o.), aber auch Unterstützung im Umgang mit Schwangerschaft und Kind in ihren meist kritischen sozialen Umfeldern. Als 6. ist das Anti-Gewalt-Programm zu nennen, in dem Kinder und Jugendliche lernen, sich gegen häusliche und andere Gewalt zu wehren.

Der 7. Bereich der Aktivitäten widmet sich der Kunst und dem Kunst-Handwerk. Auch der Bereich ist noch neu, aber schon recht aktiv. Die drei letzten Angebote gibt es weitgehend direkt an den 7 High Schools.

Chrisna und seit einem Jahr auch Loren haben da ordentlich was auf die Beine gestellt. Und das  – das muss ich bewundernd anerkennen – ganz aus sich heraus und fast ausschließlich mit ganz persönliche Einsatz und Mikromanagement. Bevor es an weitere Aufgaben gehen kann, heißt es, ein Management aufzubauen, sonst fällt bald einer der 7 Jonglierbälle runter. Das wie auch ein solider Entwicklungsplan für weitere Ideen sind meine spannenden Aufgaben!

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