Welches ist das richtige Sabbatical für Sie?

Dem Arbeitsalltag entfliehen und sich eine längere Auszeit gönnen: Immer mehr Berufstätige in Deutschland können sich das vorstellen. Für jeden zweiten klingt die Vorstellung verlockend — und immerhin jeder Fünfte nimmt tatsächlich ein Sabbatical. Zwar sind die Unternehmen nicht dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern eine solche Verschnaufpause zu ermöglichen, bei vielen gehört es mittlerweile aber zur Strategie in Sachen Work-Life-Balance dazu.

Doch wie sollte man die Auszeit nutzen? Für eine Reise, und wenn ja, für welche? Oder doch lieber für ein größeres, eigenes Projekt? Finden Sie im Test heraus, welches Sabbatical zu Ihnen passen könnte.

Zum Test…

 

 

Social Sabbatical – Strand statt Schreibtisch

Kaum ein Topmanager nimmt sich eine Auszeit. Thomas Vollmoeller, CEO von Xing, sorgt für eine Ausnahme. “Es ist okay, ein Privatleben zu haben”, schreibt er

Sabbaticals – eigentlich eine Möglichkeit, sich für mehrere Wochen oder Monate vom Schreibtisch zu verabschieden. Die Zeit wird für Weiterbildung, Reisen oder soziale Projekte genützt, und im Idealfall kehren die Leute motiviert, mit neuem Wissen oder nützlichen Eindrücken an ihren Arbeitsplatz zurück. Da spricht eigentlich nichts dagegen. Besonders im Topmanagement ist ein solcher Schritt aber beinahe undenkbar. Zumindest gibt es keine prominenten Beispiele – bis jetzt.

Zum ganzen Artikel…

Social Sabbatical – Vom Schreibtisch in die Slums

Ein Sabbatical kann auch für soziales Engagement genützt werden. In den Unternehmen fehlt es für Auszeiten aber oft an Verständnis

Viele träumen davon, während sie müde auf den Desktop mit Strandfoto blicken: einfach mal eine Auszeit nehmen vom Arbeitsalltag, verschnaufen, Neues sehen und lernen, weg vom Schreibtisch in eine neue Welt. Wenn es nicht gleich der komplette Ausstieg sein soll, dann lautet die Lösung vermehrt: Sabbatical.

Zum vollständigen Artikel in Der Standard geht es hier…

Good bye Lesedi La Batho

6 Monate wollte er bleiben, dann sind es 8,5 Monate geworden. Unser Berater auf Zeit Philipp zieht am Ende seines Einsatzes ein Resümee:

 

Good bye Lesedi La Batho – Abschlussbericht

Mein Mandat als ‚Berater auf Zeit‘ bei Lesedi La Batho in Südafrika endet nach total 8.5 Monaten. Ich blicke auf eine sehr aufschlussreiche Zeit.

In meinem Halbzeitbericht vom Juli habe ich berichtet über den Fortschritt bei Lesedi. In den ersten vier Monaten haben wir viel eingeführt, umstrukturiert und optimiert. Es kamen Abhängigkeiten an meine Person auf und daher standen die letzten drei Monate eher im Zeichen der Nachhaltigkeit und Übergabe. Hierfür passten wir das Organigramm an, verstärkten das Team in Mabopane mit einer erfahrenen Managerin, tauschten zwei Mitarbeiter aus und schulten / arbeiteten die optimierten Abläufe sauber ein.

Im Oktober hat dann das neue Team gezeigt was es kann. Erstmals wurden fast alle operativen Ziele und KPIs erreicht und gleichzeitig war das 5 Jahres Jubiläum ein super Erfolg (siehe den Bericht von Joachim). Mittels einer neuen Lesedi Broschüre haben wir die Veränderungen an unsere wichtigsten Geldgeber kommuniziert und Lesedi’s Wirkung mittels Zahlen, Fakten und einem tollen Film von Amai kristallklar darstellen können.

Anfangs November folgten dann die Farewells und ich musste von den vielen mir ans Herz gewachsenen Menschen in Mabopane und Pretoria Abschied nehmen. Einmal ein Lesedi – Immer ein Lesedi!

Etwas mehr möchte ich nun über meine Zeit bei Lesedi bezüglich meiner persönlichen Weiterentwicklung berichten, schliesslich steht ja ausser Frage, dass ein solches Sabbatical alles andere als selbstlos ist.

No shit Sherlock – Ich denke mein Aufenthalt in dieser mir kulturell fremden Region hat mich gelehrt ein besserer Zuhörer zu sein. Oft setzte ich Dinge voraus, welche nach meinen Werten richtig und angebracht waren – hier jedoch keine Gültigkeit hatten. Ich habe gelernt mehr aufzunehmen und viel mehr auf Details und Gemütszustände zu achten.

Screw it lets do it – Grundsätzlich wohl fühlte ich mich, wenn ich die Zukunft planen und strukturieren konnte. Schnell habe ich aber lernen müssen, dass die Planungssicherheit aufgrund mangelnder Infrastruktur und Disziplin in Afrika nicht gegeben ist. Oft macht es daher Sinn, einfach mal etwas zu versuchen und schauen, wie es sich entwickelt. Gleiche Herangehensweise hat durchaus seine Berechtigung in der Schweiz: aus irgendwelchen Gründen verbleibt man im Planen und Zögern statt einfach zu handeln und damit vieles ins Rollen zu bringen.

All or nothing – Hinter allen Aktivitäten von Lesedi steht Herzblut und Leidenschaft. Entweder man geht etwas an oder man lässt etwas komplett bleiben. Gleicher Grundsatz gilt bei der Rekrutierung der Mitarbeiter. Von allen ist verlangt, dass sie sich extrem mit dem NGO identifizieren. Wer (nur) Geld verdienen will, hat keinen Platz.

We rise by lifting others – Ich musste lernen, dass viele Menschen für ihr Unglück nicht verantwortlich gemacht werden dürfen. Zum Beispiel sind die Grund- und Sekundarschulen in Südafrika in den Townships extrem schlecht und viele Menschen absolvieren ihre Jugend damit alles richtig gemacht zu haben. Trotzdem aber bleibt ihre Zukunft komplett aussichtslos. Diese Menschen sind auf unsere Hilfe angewiesen. Diejenigen die das Privileg haben zu wissen, haben die Verantwortung zu handeln.

Who are you to judge – Während meinen Reisen in Süd – und Südostafrika habe ich die verschiedensten Menschen, Kulturen und Völker kennengelernt. Menschen mit den verschiedensten Werten, Bedürfnissen, Freuden und Problemen. Unmöglich lässt sich hierfür ein gemeinsamer Nenner finden, so dass ich glaube, ein etwas offener Mensch geworden zu sein.

Give precious memories – Anfänglich hatte ich den Anspruch das Leben von Armut geplagten Menschen nachhaltig zu verbessern. Aktionen, die in der Ganzheit für die Menschen ‚eh nichts bringen’ fand ich verwerfungswürdig. Nun, mit den vergangenen Monaten, habe ich aber gelernt, dass auch ‚nur’ einzelne Wohltaten extrem mächtig sein können, denn sie geben einzelnen Individuen schöne Erinnerungen, von denen sie lange zehren können.

Get over yourself – Das eigene Hemd ist uns naturgemäss am nächsten, jedoch macht eine egoistische Haltung nicht immer Sinn für das Ganze. Ich denke, ich habe nun etwas mehr Respekt für die Bedürfnisse anderer, auch wenn diese unsichtbar oder anonym sind.  Auch konnte ich etwas an meiner Fähigkeit arbeiten, die eigenen Bedürfnisse zu analysieren und im Zweifelsfall unterzuordnen. Exemplarisch hat man dies jeweils anhand den älteren Leuten sehen können, welche jedes erdenkliche Individuum mit viel Respekt und Wertschätzung behandelten. Wertschätzung die auch mir als Volunteer tagtäglich gezeigt wurde.

Ja, somit schliesse ich also meine Zeit mit vielen neuen Erfahrungen ab. Die nächsten 6 Wochen werde ich noch etwas in Südostafrika reisen und dann nach total knapp einem Jahr wieder in die Schweiz zurückkehren. Vielen herzlichen Dank an alle, welche dieses unvergessliche Jahr ermöglicht haben.

Burnout oder lieber Social Sabbatical?

Wie ein Social Sabbatical Burnout verhindert und das Leben verändert

Es ist der negative Stress, der Menschen in den Burnout treibt. Überlastung, Über- oder Unterforderung, eine Rolle ausfüllen, die nicht für einen geschaffen ist – es gibt tausend Gründe, aus denen sich ein Burnout entwickeln kann. Lesen Sie hier, welche einzigartige Chance ein Social Sabbatical bietet, einem Burnout vorzubeugen.

Den ganzen Beitrag aus Mariellas Wallpaper Journal gibt es hier…

 

Karibu Tansania!

Katja war für 11 Tage in Tansania, um “mein” Tansania hautnah kennen zu lernen.
Wie es ihr dabei erging und was sie erlebt hat, hat sie für uns zusammengefasst.

 

Karibu Tansania!

Seit mittlerweile über einer Woche bin ich wieder zurück in Deutschland!
Zurück von 11 Tagen Tansania inclusive 3 Tage Safari und 3 Tage Sansibar!

Ich bin sehr dankbar für diese unbeschreiblich schönen und ergreifenden Erlebnisse, die ich nie nie mehr vergessen werde!

The Real Africa , Real Tansania !
Das heißt: Fernab vom Tourismus, die Komfortzone zeitweise verlassen; Projekte besuchen in Kindergärten und Schulen – teils mit daran angeknüpften Hausbesuchen – dabei in meist leuchtende strahlende Kinderaugen blicken und fröhlichen kontaktfreudigen Menschen begegnen. Das hat mich sehr berührt und gerührt ! Hautnah und mittendrin….
Landestypisch und sehr lecker Speisen in einfachen und ehrlichen kleinen Lokalen oder Restaurants;
Öffentliche  Verkehrsmittel wie zum Beispiel Dalla Dalla oder auch Bajaji und Motorradtaxi fahren; sie erfordern zwar Geduld, Zeit und Nerven , gehören aber, wie alles andere auch, zum Alltag unbedingt dazu und prägen dieses afrikanische Abenteuer mit, was ich gut 1 Woche lang auf Kigamboni und in Daressalam sehen und erleben durfte!

Ein ganz herzliches Dankeschön an Elke, die mich – der Landessprache mächtig – sehr souverän, umsichtig, rücksichtsvoll, mit viel Herzblut, großem Engagement und Leidenschaft an ihrem Leben in IHREM geliebten Tansania teilhaben ließ und mir letztendlich diese großartige und fantastische Zeit ermöglicht hat…. Ich bin sehr glücklich!

Ihren Rat, eine Safari in meine Reise zu integrieren, habe ich befolgt und bin für 3 Tage nach Ruaha in ein Camp geflogen! Es war sensationell !!!

Vielen lieben Dank!!!
Asante sana!!!

Katja Laumont

 

Liebe Katja, danke, dass du dich auf dieses Abenteuer eingelassen hast! Auch mir hat es sehr viel Spaß gemacht!
Wer auch einmal Lust auf ein sicheres Abenteuer hat: ab Ende Januar bis bis Mitte April 2017  heisst es wieder Karibu Tanzania!
Mehr Infos… 

 

Let´s work

Gestern fand der alljährliche Kindertag des Waisenkinderprogramms OVC (Orphans and Vulnerable Children) statt. Die Kinder des Förderprogrammes kamen gemeinsam mit ihren Vormündern in die Moravian Church in Mabibo. Die Idee des Kindertages beruht im Wesentlichen auf zwei Bestandteilen: Zum einen werden die Kinder mit Materialien versorgt, wie zum Beispiel Moskitonetzen, Bettwäsche und Hygieneartikeln. Zum anderen soll es ihnen und ihren Vormündern an diesem Tag so richtig gut gehen: Es gab warmes Essen und eine Torte; außerdem gab es eine akrobatische Aufführung des Kigamboni Community Center. Gleichzeitig wird die Gelegenheit genutzt die Daten der Kinder zu aktualisieren.

Einen Tag später nun ein erstes Résumé: Was ist gut gelaufen, was ist nicht gut gelaufen? Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Tag. Ich hatte den Eindruck, dass die meisten Kinder den Tag genießen konnten und zumindest ein wenig Spaß und einen vollen Magen hatten. Aus organisatorischer Sicht ist einiges nicht so gelaufen, wie wir es geplant hatten. Die tansanischen Verantwortlichen für das Projekt kamen zu spät zur Eröffnungsrede, das Aktualisieren der Listen hat sehr lange gedauert, eine Kollegin kam viel zu spät, der Caterer kam zu spät, das Kinderschminken wurde regelrecht boykottiert…. Diese Auflistung könnte ich noch eine Weile fortsetzen. Ich habe mich im Verlauf des Tages über die eine oder andere Sache ziemlich aufgeregt. Auf dem Weg nach Hause war ich in Gedanken versunken. Was war passiert? Eigentlich fand ich den Kindertag doch wirklich schön. Oder nicht? Gestern Abend ist mir bewusst geworden, dass mir meine eigenen Gedanken im Verlauf der letzten Wochen entglitten sind.

Warum bin ich nach Tansania gekommen? Ich bin hier, weil ich mich einbringen wollte. Ich wollte in dieses Land kommen, in diesem Projekt arbeiten, um zu sehen, wo ich gebraucht werde. Ich wollte die Aufgaben, die mir zugewiesen werden, so gut wie möglich meistern.

Was habe ich mir vorgenommen? Ich habe mir fest vorgenommen, es nicht besser zu wissen. Ich habe mir fest vorgenommen, dass ich versuche zu helfen, wo ich gebraucht werde, und nicht selber definiere, wo ich gebraucht werden sollte. Ich habe mir fest vorgenommen, nicht arrogant und herablassend zu sein, sondern meine tansanischen Arbeitskolleginnen mit Respekt und Achtung zu behandeln. Ich wollte sie  nicht bevormunden. Ich habe mir vorgenommen, nicht zu sagen: Ich weiß genau was ihr braucht und wie wir das am besten umsetzen. Ich habe mir fest vorgenommen, im Rahmen meiner Berichterstattung gegenüber Freunden und Familie keine Stereotypen aufzubauen und zu unterstützen. Ich habe mir fest vorgenommen, kein einseitiges Bild von diesem Land und meiner Arbeit zu zeichnen. Ich wollte alles in seiner bunten Vielfalt, in Grautönen und nicht in schwarz-weiß darstellen. Ich habe mir vorgenommen diejenige zu sein, die von den Menschen hier lernt, und nicht diejenige, die ihnen etwas beibringt. Zumindest habe ich mir vorgenommen, dass dieses Lehren und Lernen auf Gegenseitigkeit und Wertschätzung beruht. Ich habe mir fest vorgenommen, nicht darüber zu urteilen, dass viele Menschen hier kein Englisch können, weil ich diejenige bin, die sich dafür schämen sollte, die Landessprache nicht zu beherrschen.

 

Ich habe mir das alles vorgenommen. Und jetzt bin ich hier und stelle plötzlich fest, dass ich diesen Vorsätzen in den letzten Wochen nicht gerecht geworden bin. Ich habe versucht meine persönlichen Vorstellungen von organisierter und effizienter Arbeitsweise durchzusetzen. Ich habe mich über meine tansanischen Kolleginnen lustig gemacht. Ich habe sie nicht ernst genommen. Das ist mir vor zwei Tagen bewusst geworden. Gestern ist mir dann bewusst geworden, dass das nicht schlimm ist. Schlimm wäre, es gar nicht zu bemerken, oder aber es zu bemerken und nicht zu versuchen, es zu ändern. Ich werde mir wieder fest vornehmen, ein Gast zu sein. Solange, bis ich wieder merke, dass es mir mehr und mehr entgleitet. Und dann hoffe ich darauf, dass ich mich selbst oder jemand anderes mich wieder daran erinnert, was ich mir alles vorgenommen habe.

Die Arbeit als Beraterin auf Zeit ermöglicht wertvolle Erfahrungen. Erfahrungen, die man in einem anderen Umfeld nicht sammeln kann. Sie bietet die Möglichkeit eines Austausches von verschiedenen Kulturen, Mentalitäten und auch Arbeitsweisen. Dieser Austausch und diese Erfahrungen sind ein Gewinn für beide Seiten. Wir sollten uns alle immer wieder daran erinnern, warum wir hier sind, was wir uns davon erhoffen und auf welche Weise wir uns einbringen möchten.

 

 

 

20161106_12463720161112_143646